Forschungscluster: Verhältnis von beruflicher und hochschulischer Bildung

Projektbeginn: 01.05.2016

Das Verhältnis von beruflicher und hochschulischer Bildung in Deutschland befindet sich im Wandel. Indikatoren dafür sind der stetige Ausbau dualer Studiengänge, die erweiterten rechtlichen Regelungen des Hochschulzugangs beruflich Qualifizierter ohne Abitur, die Entwicklung von Berufsakademien zu Hochschulen, die Debatte um Employability im Hochschulbereich sowie die Ausdifferenzierung berufsbegleitender und weiterbildender Studienangebote. Der Wandel hat Implikationen für individuelle Bildungsverläufe, er berührt das institutionelle Arrangement der beiden Bildungsbereiche und das Verhältnis von Bildungs- und Beschäftigungssystem.

Im Moment spiegelt sich die hohe Relevanz des Themas vor allem in Studien zum Hochschulzugang, Studienverlauf und -erfolg beruflich Qualifizierter ohne Abitur wider. Vertiefte Untersuchungen zum dualen und weiterbildenden Studium fehlen weitgehend, die Hochschulforschung fokussiert zumeist auf Studierende und Absolvent(inn)en mit sogenannter "Normalbiographie". Auch fehlen Studien zum Wandel sozialer Ordnungen, z.B. von Hierarchie und Differenz in der beruflichen und hochschulischen Bildung.

Diesen Leerstellen widmet sich das Forschungscluster. Neben der Weiterentwicklung des Forschungsprogramms liegt der Schwerpunkt im Jahr 2017 auf der Durchführung von Workshops, in denen zwei Themenkomplexe im Mittelpunkt stehen:

  • Der erste Themenkomplex zielt darauf, den Wandel der beruflichen Qualifizierung aus der Perspektive der beruflichen und hochschulischen Bildung zu betrachten. Hierbei geht es vor allem um die Frage der Qualifizierungsfunktion beider Bereiche für beruflich organisierte Tätigkeiten und mögliche Auswirkungen auf soziale Ordnungen
  • Der zweite Themenkomplex zielt auf eine Analyse verfügbarer Datenbestände, um beispielsweise die Fragen der Bildungserträge von beruflicher, "hybrider" und hochschulischer Bildung im Vergleich zu untersuchen, um Studieninteressen beruflicher Qualifizierter ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung oder Motivlagen zur Durchführung hybrider Qualifikationen besser untersuchen zu können.
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