DZHW-Wissenschaftlerbefragungen – Barometer für die Wissenschaft

Projektbeginn: 01.01.2010

Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung ist eine Trendstudie, die im Jahr 2009 vom Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) ins Leben gerufen wurde. Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung versteht sich als langfristiges Barometer für die Wissenschaft. Sie ist ein grundlegendes Werkzeug zur Erforschung der Arbeits- und Forschungsbedingungen an deutschen Universitäten und soll ein umfassendes Meinungsbild zur Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems liefern.
Zukünftig soll die DZHW-Wissenschaftlerbefragung das zentrale Survey-Programm der deutschen Wissenschaftsforschung werden. Sie ist als Mehrthemenbefragung konzipiert. Ziel ist es, regelmäßig und dauerhaft hochwertige und bestens dokumentierte Daten bereitzustellen, die über das DZHW-Forschungsdatenzentrum (FDZ) Interessenten (insbesondere in Forschung und Wissenschaftspolitik) zur Verfügung gestellt werden.

Die Studie

Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung ist eine repräsentative Onlinebefragung unter Professor*innen sowie des akademischen Mittelbaus an deutschen Universitäten, die im Abstand von drei Jahren wiederholt wird. Sie ist unterteilt in ein Basismodul (u.a. mit Fragen zu Demografie, Arbeitssituation und Forschungsbedingungen), ein Modul zu Schwerpunktthemen, die je Befragung alternierend erhoben werden (z.B. zu wissenschaftlicher Integrität oder dem Antragsverhalten von Wissenschaftler*innen), sowie Spezialmodule zu forschungspolitisch aktuellen Fragen. Die Befragung 2016 hatte 4844 Teilnehmer*innen. Die nächste Befragung geht im Herbst 2019 ins Feld.

Zum Hintergrund

Ein umfassendes Meinungsbild zur Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems fehlte lange Zeit. Dies ist erstaunlich, da das Wissenschaftssystem einen tief greifenden Veränderungsprozess durchlaufen hat und weiter durchläuft und infolgedessen u.a. das Interesse an der Wahrnehmung dieser Entwicklungen aus der Perspektive der Wissenschaftler*innen groß ist.

Das damalige Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) hat vor diesem Hintergrund im Jahr 2009 eine Wissenschaftlerbefragung ins Leben gerufen. Die iFQ-Wissenschaftlerbefragung 2009 bietet Aufschluss über die Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie über die Wahrnehmung von größeren Programmen und einzelnen Instrumenten der Wissenschaftsförderung (wie beispielsweise die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder). Die Befragung fokussiert zudem auf wissenschaftspolitische Diskurse, insbesondere Themen wie das Verhältnis von grund- und drittmittelfinanzierter Forschung und das Begutachtungssystem. Diese Themen finden sich auch in der jüngsten Befragung aus dem Jahr 2016 wieder.

Nach dem Zusammenschluss von DZHW und iFQ im Januar 2016 wurde die zweite Wissenschaftlerbefragung im Zeitraum März bis Mai 2016 von der Abteilung 2 „Forschungssystem und Wissenschaftsdynamik“ des DZHW durchgeführt. Dabei wurde erstmals neben den Professor*innen auch der akademische Mittelbau an deutschen Universitäten erfasst.

Nachdem die Wissenschaftlerbefragung zunächst einem 5-jährigen Befragungsrhythmus unterlag, folgt sie mittlerweile einem dreijährigen Intervall.

Publikationen

Ambrasat, J. (2019). Bezahlt oder unbezahlt? Überstunden im akademischen Mittelbau. Forschung und Lehre, 2/2019.

Johann, D., & Neufeld, J. (2018). Zur Beurteilung der Bewerbungslage an deutschen Universitäten. Ergebnisse der DZHW-Wissenschaftlerbefragung. (DZHW Brief 1|2018). Hannover: DZHW. Download

Johann, D., & Mayer, S. (2017). Was Wissenschaftler/innen an Universitäten über das Promotionsrecht für Fachhochschulen denken. Das Hochschulwesen (HSW), 6/2017.

Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (2017). Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017. Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland. Bielefeld.

Tesch, J., Huber, N., Neufeld J., Donner, P., Aman, V., & Gauch, S. (2017). Beitrag des wissenschaftlichen Nachwuchses zu Lehre, Forschung und Transfer/Innovation. Berlin: DZHW.

Johann, D., Möller, T., & Neufeld, J. (2016). Gut für Projektionen - Was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Exzellenzinitiative denken. duz Deutsche Universitätszeitung, 8/2016, S. 22-23.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance Based Funding and Researchers’ Strategies for Grant Applications. In Ràfols, I., Molas-Gallart, J., Castro-Martínez, E., & Woolley, R. (Hrsg.), Peripheries, frontiers and beyond. Proceedings of the 21st International Conference on Science and Technology Indicators (S. 1332-1338). València: Editorial Universitat Politècnica de València.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Nachwuchsprobleme. Situation und Berufsziele des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschung & Lehre, 9/2016, 790-791.

Reinhart, M., & Heßelmann, F. (2016). Sanktion ja, Debatte nein. duz Deutsche Universitätszeitung (11/2016), S. 14-15.

Böhmer, S., Neufeld, J., Hinze, S., Klode, C., & Hornbostel, S. (Hrsg.) (2011). Wissenschaftler-Befragung 2010: Forschungsbedingungen von Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten. iFQ-Working Paper No.8. Bonn: iFQ.

Vorträge (Auswahl)

Jerke, J., Johann, D., Rauhut, H., & Thomas, K. (2017). The Applicability of RRT & the ICT in the Field of Higher Education Research & Science Studies. 7th Conference of the European Survey Research Association (ESRA), Lissabon, Portugal.

Johann, D., & Mayer, S.J. (2017). The perception of scientific authorship across disciplines. Eu-SPRI VIENNA 2017, Wien, Österreich.

Neufeld, J. (2017). Wer kommt auf die Liste? – Welche Kriterien halten Wissenschaftler*innen bei der Bewerberauswahl in Berufungsverfahren für entscheidend? Ergebnisse aus der DZHW Wissenschaftler-befragung 2016. DZHW Workshop „Rekrutierung von Professor*innen“, Berlin.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance-based allocation of funds, pressure to publish and publication strategies. Paper presentation at the 4S/EASST CONFERENCE BARCELONA - 2016: Science and Technology by Other Means, Barcelona, Spain.

Neufeld, J., & Johann, D. (2016). Performance Based Funding and Researchers' Grant Application Strategies. Posterpräsentation auf der 21st International Conference on Science and Technology Indicators: Peripheries, Frontiers and Beyond, Valencia, Spain.

Neufeld, J. (2016). Begutachtungswesen - Ergebnisse der DZHW Wissenschaftlerbefragung 2016. Vortrag vor dem Forschungsausschuss des Wissenschaftsrates, Köln.

Downloads

Download Methodenbericht 2016

Download Variablenbericht - Häufigkeitsauszählung 2016

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Einzelprojekte
Publikationen

Wissenschaftlerbefragung 2016.

Neufeld, J., Johann, D. (2018).
Wissenschaftlerbefragung 2016. Methoden- und Datenbericht. (Version 1.0.0). Hannover: fdz.DZHW.

Projektleitung

Jens Ambrasat
Dr. Jens Ambrasat Projektleitung 030 2064177-16

Projektmitarbeit

Christophe Heger

Pressekontakt

Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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Projektwebsite

https://www.wb.dzhw.eu