Nationaler Bildungsbericht: "Bildung in Deutschland"

Projektbeginn: 15.08.2006

Der nationale Bildungsbericht "Bildung in Deutschland" ist ein wichtiger Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland. Das DZHW ist seit 2006 an der Erstellung des alle zwei Jahre erscheinenden Bildungsberichts beteiligt und dabei vor allem für die Erarbeitung des Hochschulkapitels zuständig. Bis 2018 vertrat Prof. Dr. Andrä Wolter von der Humboldt-Universität zu Berlin das DZHW in der Autorengruppe des Bildungsberichts. Seit Herbst 2018 ist das DZHW durch Prof. Dr. Sandra Buchholz in der Autorengruppe vertreten. Charakteristisch für die Bildungsberichterstattung ist - erstens - die Einbeziehung des gesamten Bildungssystems vom Vorschulbereich bis zur Weiterbildung und die Leitidee, "Bildung im Lebensverlauf" darzustellen, - zweitens - das Prinzip der Indikatorbasierung des Bildungsberichts auf der Grundlage amtlicher Statistik und entsprechend breit angelegter Surveys oder large-scale assessments sowie - drittens - die Fortschreibbarkeit durch eine regelmäßige Bildungsberichterstattung und die wiederholte Darstellung von Indikatoren. Der Bildungsbericht wird unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation vom DZHW, dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) und den Statistischen Ämtern von Bund und Ländern erstellt. Auftraggeber sind die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der 7. Bildungsbericht (2018): Bildung in Deutschland 2018. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Wirkungen und Erträgen von Bildung.

Der Bildungsbericht 2018 zeichnet in seinem Hochschulkapitel drei wesentliche Entwicklungslinien in der Hochschulbildung nach. Erstens die weitere Fortsetzung des Wachstums der Hochschulbildung, die sich nicht nur in den Studierendenzahlen, sondern auch beim Hochschulpersonal und im Studienangebot niederschlägt. Zweitens die Diversifizierung der Studienangebote und die Vielfalt in der Studierendenschaft sowie drittens den Strukturwandel, speziell mit Blick auf die Rolle des Hochschulstudiums für die Qualifizierung und den Arbeitsmarkt. Dazu werden Indikatoren der Vorjahre fortgeführt (Studienangebot, Hochschulzugang und Studienaufnahme, Studienverlauf, Studienabschlüsse und Absolventenverbleib) oder erneut aufgegriffen (Lehrendes Personal an Hochschulen). Im Schwerpunktkapitel zu Wirkungen und Erträgen von Bildung wird erkennbar, wie stark Individuen und Gesellschaft von hochschulischer Bildung profitieren.

Der 6. Bildungsbericht (2016): Bildung in Deutschland 2016. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration.

Für das Hochschulkapitel im Bildungsbericht wurden vier Indikatoren fortgeschrieben (Studienangebot, Hochschulzugang und Studienaufnahme, Studienverlauf, Studienabschlüsse und Absolventenverbleib). Ein Indikator über Hochschule und Studium im internationalen Vergleich kommt erstmals hinzu. In jedem Bildungsbericht gibt es neben den wiederkehrenden Kapiteln zu den verschiedenen Bildungsbereichen ein Schwerpunktkapitel. Im Bildungsbericht 2016 geht es dabei zehn Jahre nach dem ersten Bildungsbericht 2006 erneut um das Thema Migration und Bildung. Das DZHW greift für die Abschnitte zur Hochschule u.a. auf Auswertungen des DZHW-Studienberechtigtenpanels sowie des NEPS zurück.

Der 5. Bildungsbericht (2014): Bildung in Deutschland 2014. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur Bildung von Menschen mit Behinderungen.

Auch für den fünften Bildungsbericht hat das DZHW, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andrä Wolter von der Humboldt-Universität zu Berlin, das Hochschulkapitel F erstellt. Der Bericht enthielt erstmals einen Indikator zur Entwicklung des Studienangebots an den Hochschulen, in dem auch auf neue Studienformen wie das duale Studium eingegangen wird. Zum zweiten Mal nach dem Bildungsbericht 2008 gab es einen Indikator zum lehrenden Personal an den Hochschulen. Fortgeschrieben wurden die Indikatoren zum Übergang ins Studium, zum Studienverlauf sowie zu Absolventinnen und Absolventen und deren beruflichen Verbleib.

Das Schwerpunktkapitel des Bildungsberichts 2014 enthält eine Analyse zur Bildung von Menschen mit Behinderungen. Das DZHW hat dazu für den Bildungsbereich Hochschule u.a. Daten der Sozialerhebungen, des DSW sowie der AG Hochschulforschung an der Universität Konstanz zusammengestellt und aufbereitet.

Der 4. Bildungsbericht (2012): Bildung in Deutschland 2012. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur kulturellen Bildung im Leben.

Für das Schwerpunktkapitel des Bildungsberichts 2012 "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf" wurden im Sommer 2011 Studierende zu ihren kulturellen und künstlerischen Interessen und Aktivitäten befragt. Ergebnisse dieser Befragung finden sich im Kapitel H des Berichts 2012.

Der 3. Bildungsbericht (2010): Bildung in Deutschland 2010. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Perspektiven des Bildungswesens im demografischen Wandel.

"Bildung in Deutschland 2010" enthält einen Schwerpunkt zu den "Perspektiven des Bildungswesens im demografischen Wandel". Das DZHW hat hier u.a. Expertise bei der Konzeptionierung der Bildungsvorausberechnung eingebracht, die das Statistische Bundesamt erstellt hat.

Der 2. Bildungsbericht (2008): Bildung in Deutschland 2008. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich II.

Im Bildungsbericht 2008 ging es im Schwerpunktkapitel um Übergänge im Bildungssystem nach der Sekundarstufe I. Der Beitrag vom DZHW bestand dabei in Kapiteln zum Übergang in die Hochschule sowie zu den Übergängen nach dem ersten Hochschulabschluss in weiteres Studium und Berufstätigkeit.

Der 1. Bildungsbericht (2006): Bildung in Deutschland. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration.

Im Jahr 2006 erschien der erste Bildungsbericht, mit einer seinerzeit vielbeachteten Analyse zu Bildung und Migration. Dieses Thema wird im Bildungsbericht 2016 als Schwerpunktthema erneut aufgegriffen.

Neben dem eigentlichen Bildungsbericht beteiligt sich das DZHW an einer Reihe weiterer Aufgaben, so der Pflege und Aktualisierung von Daten und Tabellen auf der Homepage der Bildungsberichterstattung (www.bildungsbericht.de) und der Weiterentwicklung des Indikatorenmodells für eine langfristig ausgerichtete Beobachtung der Bildungsentwicklung.

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Weiterführende Links

Publikationen

Bildungswege, Diversität und Studienziele beruflich qualifizierter Studierender.

Kerst, C., & Wolter, A (2018).
Bildungswege, Diversität und Studienziele beruflich qualifizierter Studierender. berufsbildung, 73 (172), 26-29.
Abstract

Beruflich Qualifizierte, die nach ihrer Ausbildung ein Studium aufnehmen,stellen gut ein Fünftel aller Studierenden. Es handelt sich um eine heterogene Gruppe mit Unterschieden in der bildungsbiografischen Abfolge von Ausbildung und Erwerb der Studienberechtigung. Der Beitrag informiert über die verschiedenen Typen beruflich qualifizierter Studierender, die von ihnen nachgefragten Studienformate, die Motive für die Wahl ihres Bildungsweges und ihre Studienziele.

Bildung in Deutschland 2018. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Wirkungen und Erträgen von Bildung.

Wolter, A., Kerst, C. (2018).
Bildung in Deutschland 2018. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Wirkungen und Erträgen von Bildung. In Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.), Kapitel F Hochschule (S. 151-170). Bielefeld: WBV.
ISBN 978-3-7639-5964-8
Abstract

Der Bildungsbericht 2018 zeichnet in seinem Hochschulkapitel drei wesentliche Entwicklungslinien in der Hochschulbildung nach. Das fortgesetzte Wachstums der Hochschulbildung, das in den Studierendenzahlen, beim Hochschulpersonal und im Studienangebot niederschlägt, die Diversifizierung der Studienangebote und die Vielfalt in der Studierendenschaft sowie den Strukturwandel, speziell mit Blick auf die Rolle des Hochschulstudiums für die Qualifizierung und den Arbeitsmarkt. Dazu werden Indikatoren der Vorjahre fortgeführt (Studienangebot, Hochschulzugang und Studienaufnahme, Studienverlauf, Studienabschlüsse und Absolventenverbleib) oder erneut aufgegriffen (Lehrendes Personal an Hochschulen).

Die Vielfalt der Studierenden mit Migrationshintergrund - Ein empirischer Beitrag.

Kerst, C., & Wolter, A. (2017).
Die Vielfalt der Studierenden mit Migrationshintergrund - Ein empirischer Beitrag. In A. Neusel & A. Wolter (Hrsg.), Mobile Wissenschaft. Internationale Mobilität und Migration in die Hochschule (S. 245-268). Frankfurt a. M./New York: Campus.
ISBN 978-3-593-50740-8
Abstract

"Der Beitrag ... widmet sich drei Gruppen von Studierenden mit Migrationshintergrund: inländischen Studierenden mit Migrationsbiographie, internationalen Studierenden und sogenannten Flüchtlingen, Schutz- und Asylsuchenden. Die Autoren beschreiben diese verschiedenen Gruppen an den Hochschulen, analysieren die Entwicklung der Bildungsbeteiligung von Studierenden mit Migrationshintergrund und fragen nach Hürden und Problemen auf dem Weg an die Hochschulen, sowie nach dem Studienverlauf und dem Übergang in den Arbeitsmarkt." (aus der Einleitung zu dem Band)

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Vorträge

Die neue Vielfalt im deutschen Hochschulsystem und ihre Folgen.

Kerst, C. (2017).
Die neue Vielfalt im deutschen Hochschulsystem und ihre Folgen. Einleitender Vortrag zum Hochschultag auf der Didacta 2017 in Stuttgart.

Die neue Konstellation zwischen Berufsausbildung und Hochschulbildung.

Baethge, M., Kerst, C., Wieck, M. & Wolter, A. (2014, Juni).
Die neue Konstellation zwischen Berufsausbildung und Hochschulbildung. Beitrag zum Fachforum II der Fachtagung "Bildung in Deutschland 2014", Berlin.

Bildungsmonitoring in Deutschland.

Wolter, A. (2013, November).
Bildungsmonitoring in Deutschland. Vortrag bei der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, Hannover.

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