HELM 2026: Internationale Konferenz zu Bildungs- und Erwerbschancen

25.6.2026

Beim 7. Forum „Higher Education and the Labour Market“ (HELM 2026) diskutierten am 23. und 24. Juni internationale Wissenschaftler*innen aktuelle Forschungsergebnisse zu den Konsequenzen von Reformen in der Hochschulbildung. Die Konferenz wurde vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ausgerichtet.

Hannover, Nürnberg, 25.06.2026. Weit über 20 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Europa und Nordamerika präsentierten aktuelle Studien zu Bildungsungleichheiten, Studienverläufen und den langfristigen Folgen hochschulpolitischer Reformen.

Zu den Höhepunkten der Konferenz zählten die beiden Keynotes renommierter internationaler Forschender. Die Bildungsökonomin Susan Dynarski von der Harvard University eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über politische Maßnahmen zur Verringerung von Bildungsungleichheiten. Am zweiten Konferenztag sprach der Soziologe Moris Triventi von der Universität Mailand über Veränderungen sozialer Ungleichheiten im Zuge der expandierenden Hochschulbildung und ihren Auswirkungen auf Arbeitsmarkterträge.

Die präsentierten Forschungsarbeiten zeigten, dass Bildungsungleichheiten trotz vielfältiger Reformen fortbestehen. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen von Studienfinanzierung und Förderprogrammen auf die Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, der Einfluss sozialer Herkunft auf Karriereverläufe von Hochschulqualifizierten, geschlechtsspezifische Unterschiede bei hochschulischen Bildungs- und Erwerbserfolgen sowie die Arbeitsmarktintegration von hoch qualifizierten Migrant*innen und internationalen Studierenden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf institutionellen Rahmenbedingungen und den Folgen für Studien- und Berufserfolg. Die Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit Peer-Effekten im Studium, den Auswirkungen von Hochschulprestige auf Karrierewege sowie mit Ursachen und Folgen von Studienabbrüchen. Neue Ansätze zur Früherkennung von Studienabbruchsrisiken und Analysen alternativer Bildungs- und Erwerbsverläufe verdeutlichten die Relevanz dieser Fragestellungen für Hochschulen und Politik.

Auch im Rahmen einer Postersession wurden Forschungsergebnisse präsentiert. Die Beiträge reich-ten von Untersuchungen zu Stipendienzugängen über die Arbeitsmarktintegration internationaler Studierender bis hin zu Bildungs- und Erwerbsverläufen von Personen mit Fluchtgeschichte.

„Die diesjährige Konferenz hat erneut gezeigt, wie wichtig die Evaluation von Reformen durch die Forschung für die Einordnung ihres Erfolgs ist“, resümiert Frauke Peter vom DZHW zum Abschluss der Veranstaltung.

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