HTTP/1.1 200 OK Server: Zope/(2.13.26, python 2.7.12, linux2) ZServer/1.1 Date: Mon, 09 Dec 2019 02:55:47 GMT Content-Length: 37816 Content-Type: text/html; charset=ISO-8859-15 Forschungsprojekt | DZHW

Bewertungspraktiken in Wissenschaft und Hochschule

Projektbeginn: 01.10.2016 - Projektende: 30.09.2019

Bewertungen finden dort statt, wo es um die Sicherung von hochgeschätzten Gütern geht. In der Wissenschaft ist das wertvollste Gut die wissenschaftliche Qualität. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn hat schon immer auf wissenschaftlicher Qualitätssicherung basiert, die jedoch nicht als externe Bewertung sondern innerhalb der scientific community selbst vorgenommen wird. Von der Auswahl der Gutachtenden basierend auf ihrer sozialen Vertrauenswürdigkeit in der Royal Society bis hin zum aktuellen single-, double- oder triple-blind Peer Review ist die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität von Methoden, Theorien oder empirischen Erkenntnissen immer ein zentraler Mechanismus gewesen, um scientific communities zu etablieren und zu erhalten. Zwar ist Peer Review oft kritisiert worden, dennoch hat es sich als Goldstandard zur Bewertung wissenschaftlicher Qualität durchgesetzt.

Aber wissenschaftliches Peer Review ist längst nicht so homogen, wie es Debatten über seine Qualität suggerieren mögen. Peer Review wird erstens in einer Reihe von unterschiedlichen Kontexten angewandt, die von der Auswahl von Artikeleinreichungen bei Zeitschriften oder der Bewilligung von Drittmittelanträgen bis zu Berufungskommissionen an Hochschulen oder auch Online-Plattformen wie ResearchGate, Academia.edu oder Google Scholar reichen können. Zweitens kann auch innerhalb dieser Kontexte das konkrete Verfahren beispielsweise in Bezug auf die Auswahl der Gutachtenden, der eingesetzten (technologischen) Infrastruktur, der angewandten Metriken oder auch in Bezug auf unterschiedliche Sichtbarkeitsregimes stark variieren.

Angesichts der Vielfalt von Bewertungspraktiken in der Wissenschaft fragen wir danach, wie wissenschaftliche Qualitätssicherung in unterschiedlichen Situationen und Kontexten verstanden und praktiziert wird. Ziel ist es, erstens einen Beitrag zur vergleichenden empirischen Beforschung von Bewertungspraktiken in Wissenschaft und Hochschule und zweitens einen Beitrag zu aktuellen theoretischen Diskussionen im Rahmen der Soziologie des Wertens und Bewertens zu leisten.

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Vorträge

Die Rolle der externen Begutachtung in Berufungsverfahren an deutschen Universitäten.

Walther, L. (2019, Mai).
Die Rolle der externen Begutachtung in Berufungsverfahren an deutschen Universitäten. Vortrag auf der Frühjahrstagung der DGS-Sektion Wissenschafts- und Technikforschung, Arbeitskreis Wissenschafts- und Hochschulforschung. Forum Internationale Wissenschaft, Universität Bonn.

Die externe Begutachtung in Berufungsverfahren an deutschen Universitäten.

Walther, L. (2019, März).
Die externe Begutachtung in Berufungsverfahren an deutschen Universitäten. Vortrag auf der 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Using the concept of 'distance' to identify and explore 'regimes of knowledge production'.

Hartstein, J. (2018, Juni).
Using the concept of 'distance' to identify and explore 'regimes of knowledge production'. Vortrag auf der Veranstaltung 'Regimes of knowledge production', 07.-08.06.2018, Technische Universität Berlin.

Bewertungspraktiken in Berufungsverfahren – die Institutionalisierung von Berufungsbeauftragten an deutschen Universitäten.

Walther, L. (2018, April).
Bewertungspraktiken in Berufungsverfahren – die Institutionalisierung von Berufungsbeauftragten an deutschen Universitäten. Präsentation im Rahmen des HoFoNa Ideenforums auf der 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf), Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften, Speyer.

Sichtbarkeit in Bewertungsverfahren am Beispiel des Journal Peer Review.

Heßelmann, F., & Krüger, A. (2017, November).
Sichtbarkeit in Bewertungsverfahren am Beispiel des Journal Peer Review. Vortrag auf der Tagung der DGS-Sektionen Kultursoziologie und Wissenssoziologie "Kulturen der Bewertung", Köln.

Wissenschaft und Hochschule als Vertrauenskonstellation.

Reinhart, M. (2017, Oktober).
Wissenschaft und Hochschule als Vertrauenskonstellation. Eingeladener Vortrag, Center for Higher Education and Science Studies, Universität Zürich.

Modelling 'cognitive distance' in the context of research on evaluation practices.

Hartstein, J. (2017, September).
Modelling 'cognitive distance' in the context of research on evaluation practices. Vortrag auf der 3rd European Conference on Social Networks (EUSN), 26.-29. September 2017, Johannes-Guttenberg-Universität, Mainz.

Are theories of peer review fit for the Humanities and the Social Sciences?

Reinhart, M. (2017, Juli).
Are theories of peer review fit for the Humanities and the Social Sciences? Vortrag im Rahmen der Tagung "Research Evaluation in the Social Sciences and the Humanities", 6.-7. Juli 2017, Universität Antwerpen, Belgien.

Von Peer Review bis VroniPlag. Möglichkeiten und Grenzen von Qualitätskontrolle in der Forschung.

Reinhart, M. (2017, Juni).
Von Peer Review bis VroniPlag. Möglichkeiten und Grenzen von Qualitätskontrolle in der Forschung. Vortrag an der Graduiertenakademie der Universität Jena.

Wert, Werte und (Be-)Wertungen - Zum Zusammenspiel von emotionalen Zuschreibungen und vergleichenden Abwägungen in der Soziologie des Wertens und Bewertens.

Krüger, A. K., & Reinhart, M. (2017, Mai).
Wert, Werte und (Be-)Wertungen - Zum Zusammenspiel von emotionalen Zuschreibungen und vergleichenden Abwägungen in der Soziologie des Wertens und Bewertens. Vortrag auf der Frühjahrstagung der Sektion Soziologische Theorie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 25.-26.5.2017, Heidelberg.

Bewertungspraktiken in der Wissenschaft.

Krüger, A. (2017, April).
Bewertungspraktiken in der Wissenschaft. Vortrag auf dem MCTS Incubator Workshop "Re-organizing universites - transforming academia", Munich Center for Technology in Society, 07.04.2017, München.

Projektleitung

Martin Reinhart
Prof. Dr. Martin Reinhart Projektleitung 030 2093666-15

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Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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