Universitätsbenchmarking - Kennzahlenvergleich Forschung und Lehre

Projektbeginn: 10.09.2009

Im Zuge der Neuen Hochschulsteuerung (NHS) sollen Hochschulen zunehmend autonom agieren und dadurch in die Lage versetzt werden, ihre sich ändernden Aufgaben und Herausforderungen besser wahrzunehmen. Insbesondere sollen Hochschulen ihr Profil in Forschung und Lehre schärfen und verstärkt in ein wettbewerbliches Verhältnis um Studierende, Forschungsförderung und wissenschaftliche Reputation mit anderen Hochschulen treten. Dies hat weitreichende Konsequenzen für das Finanzmanagement und die Ressourcensteuerung an deutschen Hochschulen: Diese Aufgaben sollen von den Hochschulen in verstärktem Maße selbstständig und dem Prinzip der Output-Steuerung verpflichtet wahrgenommen werden. Hierfür steht den Hochschulen mittlerweile ein reichhaltig ausgestatteter Instrumentenkasten zur Verfügung.

Dem Instrument Benchmarking wird in diesem Steuerungskontext eine große Bedeutung zugeschrieben. Allerdings wird es bislang vorwiegend im Bereich von Verwaltungsprozessen eingesetzt und findet im Bereich der Kernaufgaben der Hochschulen in Lehre und Forschung noch wenig Verwendung.

Vor diesem Hintergrund kooperieren die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), die Universität Potsdam und die Universität Ulm seit Dezember 2009 in einem Benchmarking-Club der Universitäten. Ziel ist es, eine Datenbasis für ausgewählte Aspekte der Leistungserstellung zur Verfügung zu stellen und diese Datenbasis für interuniversitäre Vergleiche sowie für gezielte Analysen der Prozesse der Leistungserstellung zu verwenden. Auf diese Weise sollen die Entscheidungsgrundlagen für die interne Hochschulsteuerung verbessert und Impulse für die Weiterentwicklung des hochschulinternen Berichtswesens gewonnen werden.

Das DZHW unterstützt den Benchmarking-Club u.a. bei der Kennzahlenberechnung und Projektkoordination, stellt die notwendige Qualität der Datenbasis sicher und entwickelt spezifische Auswertungsmöglichkeiten.

Bis 2014 stand in insgesamt vier Durchläufen die im jährlichen Turnus erfolgende Berechnung eines Sets von insgesamt 26 Kennzahlen aus den Bereichen Internationalisierung, Lehre, Forschung und Gleichstellung im Mittelpunkt der Projektarbeiten. In der aktuellen Projektphase werden die bisher erzielten Ergebnisse ausgewertet. Durch eine Analyse der strukturellen Rahmenbedingungen an den Hochschulen werden Unterschiede in den Kennzahlenergebnissen erklärt, und es wird der Einstieg in eine gezielte Identifikation der besten Praktiken ermöglicht.

Im Kontext der eingangs skizzierten Rahmenbedingungen kann das Projekt 'Universitätsbenchmarking' einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der Leistungsfähigkeit des Instruments Benchmarking leisten und ermöglicht es, den aus seiner Verwendung für die teilnehmenden Hochschulen zu ziehenden Nutzen genauer zu spezifizieren.

Das Projekt steht grundsätzlich für eine Beteiligung weiterer Hochschulen offen. Derzeit ist eine Laufzeit bis Februar 2020 vereinbart.

An das Projekt 'Universitätsbenchmarking' sind weitere Projekte angebunden:

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Einzelprojekte

Abgeschlossene Projekte

Entwicklung eines Kennzahlensystems für ein qualifiziertes Benchmarking auf Basis des HIS-AKL für die MLU Halle-Wittenberg

Publikationen

Universitätsbenchmarking in Forschung und Lehre - Universitäten gründen Benchmarking-Club.

Hecht, M., & Oberschelp, A. (2010).
Universitätsbenchmarking in Forschung und Lehre - Universitäten gründen Benchmarking-Club. HIS:Magazin 1|2010, 8.

Projektleitung

Frank Dölle
Frank Dölle Projektleitung 0511 450670-349

Projektmitarbeit

Carsten Deuse Dr. Sandra Sanders Gert Winkelmann

Pressekontakt

Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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