Das Projekt „Partizipation und Studierendenengagement an Hochschulen. Gelingensbedingungen und Wirkung“ (PuSH) geht den Fragen nach, welche individuellen, institutionellen und strukturell-rechtlichen Faktoren studentisches Engagement begünstigen und welche Effekte dieses Engagement entfalten kann.
Hintergrund ist die an Hochschulen gerichtete Erwartung, einen Beitrag zur Demokratieförderung zu leisten. Dabei geht es um die Entwicklung entsprechender Wertvorstellungen und Handlungsprädispositionen ebenso wie um die konkrete Förderung studentischer Partizipation. Diese kann sich innerhalb der Hochschule im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung und Hochschulentwicklung vollziehen, etwa als Beteiligung an Prozessen wie der Curriculumsentwicklung, Lehrgestaltung, Evaluation und Akkreditierung oder auch durch die Mitarbeit in Kommissionen und Gremien der akademischen Selbstverwaltung. Studentische Partizipation kann über die Hochschule hinaus aber auch in weiteren gesellschaftlichen Kontexten wirksam werden, bspw. durch soziales Engagement, Mitwirkung in selbstorganisierten Gruppen oder politische Partizipation.
Das Projekt nimmt dabei systematisch die Makro-, Meso- und Mikroebene sowie deren Interaktion in den Blick. Auf Ebene der Bundesländer werden Unterschiede in der rechtlichen Verfasstheit der Studierendenschaft herausgearbeitet und politische Maßnahmen zur Förderung von Partizipation und Engagement zusammengestellt und kategorisiert. Auf Ebene der Hochschulen werden verschiedene Merkmale der internen Organisation von Hochschulen und ihrer Aufgabenwahrnehmungen untersucht. Auf Ebene der Studierenden werden individuelle Ressourcen oder Restriktionen betrachtet, Kenntnisse, Beteiligungserfahrungen und Motive sowie Netzwerke, die sie in ihrem Engagement unterstützen können.
Das Projekt wird durch einen Praxisbeirat begleitet, der sich aus Vertreter*innen von Studierenden, Hochschulpolitik und -praxis zusammensetzt (fzs, BMFTR, HRK, DSW, Landesministerien und Hochschulen).
Im Ergebnis soll das Projekt einen Beitrag leisten, studentische Partizipation nicht nur quantitativ in Indikatoren etwa der Wahlbeteiligung oder der Zahl studentischer Mitglieder in Gremien und Kommissionen, sondern auch qualitativ nach Art und Wirkung zu erfassen. Darüber hinaus geht es um Möglichkeiten und Maßnahmen zur konkreten Förderung studentischer Partizipation und den Abbau von Partizipationshürden.
Das Projekt PuSH läuft vom 01.03.2026 bis zum 28.02.2029 und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert (Förderkennzeichen 16RBM3006).
