Wie können Studierende ihre Anliegen und Positionen in Hochschulen einbringen? An welchen Stellen können sie mitentscheiden? Welche Rolle spielen dabei ihre persönlichen Einstellungen und die Rahmenbedingungen der Hochschule selbst? Und welche Effekte hat ihr Engagement?
Solche Fragen zu Erfolgsbedingungen und Wirksamkeit studentischer Partizipation im Hochschulsystem bilden einen Schwerpunkt im dritten Förderaufruf zur Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Insgesamt sechs Projekte werden in dieser Förderlinie unterstützt. Um die Vernetzung zwischen ihnen zu erleichtern und die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen zusammenzuführen und in ein Gesamtbild einzuordnen, gibt es außerdem das Begleitprojekt BeNeFiT ESt: „Begleitung, Netzwerkarbeit und Forschungstransfer im Themenfeld des partizipativen Engagements Studierender“.
Ziel des Begleitprojekts ist es, Unterstützungsaufgaben für die Projekte zu übernehmen, das Networking zu fördern und die gemeinsame Sichtbarkeit nach außen zu erhöhen. Außerdem sollen Ergebnisse aus den Projekten zu gebündelt und daraus gewonnene Erkenntnisse für einen Wissenstransfer an unterschiedliche Adressaten aufbereitet werden. Und nicht zuletzt soll verbleibender Forschungsbedarf benannt und systematisiert werden.
Zur Erreichung dieser Ziele wird ein Projektteam am DZHW als eine Begleitstelle erreichbar sein, die Treffen der Beteiligten in unterschiedlichen Konstellationen untereinander und mit einem Beirat organisiert. Der Beirat wird aus etwa fünf Personen aus mit besonderer Kenntnis des Feldes (Hochschulsystem) und der Thematik von Partizipation und Demokratieförderung bestehen. Seine Mitglieder sollen Türöffner für Kontakte im Forschungsfeld sein, Beratende zu inhaltlichen und methodischen Fragen und Critical Friends bezüglich der Ergebnisvalidierung. Außerdem sollen sie eine Mulitplikatorfunktion für den Transfer der Resultate der Förderlinie erfüllen.
Darüber hinaus wird im Rahmen des Begleitprojekts eine Forschungsfeldanalyse durchgeführt, und das aktuelle Geschehen aus allen beteiligten Projekten wird jeweils durch Wissenschaftskommunikation (vor allem Webseite, Pressemitteilungen, Social Media Posts) nach außen bekannt gemacht. Die Ergebnisse aus den geförderten Projekten werden zusammengeführt, unter übergreifenden Fragestellungen eingeordnet und zum einen für Fachcommunities wissenschaftlich publiziert, zum anderen in unterschiedlichen transferorientierten Formaten wie Kurzdarstellungen, Leitfäden, Toolboxes oder Videos für unterschiedliche Zielgruppen in Hochschulen, Wissenschaftsministerien und gesellschaftlichen Vereinigungen praxisorientiert aufbereitet und verbreitet. Darüber hinaus trägt eine größere Abschlussveranstaltung zur Bekanntmachung der Ergebnisse bei.
Das Projekt wird vom 01.03.2026 bis 30.06.2026 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
