Projekt Vergleichende Governance von Hochschulen in den Ländern (VerGHiL)

Projektbeginn: 01.01.2019 - Projektende: 31.12.2020

Im Rahmen einer in den Jahren 2019 und 2020 durchzuführenden Machbarkeitsstudie wird untersucht, ob eine längerfristige, vergleichende Beobachtung der Governance von Hochschulen geeignet ist, Forschungsdesiderate im Themenfeld der Hochschulgovernance zu eruieren und die Identifikation von konkreten Forschungsfragen zu unterstützen. Dies können beispielsweise Fragen zu Ursprüngen und Effekten von Governance-Regimen oder -mechanismen selbst sein, aber auch Fragestellungen der Hochschul- und Wissenschaftsforschung, zu deren Beantwortung Kontextdaten und Textmaterial zur Governance benötigt werden. Perspektivisch sollen auch Fragestellungen zu internationalen Vergleichen im Bereich der Hochschulgovernance berücksichtigt werden. Für die verschiedenen Themenfelder innerhalb der Hochschulgovernance wird dabei jeweils geprüft, welche Daten- und Materialquellen und welche Methoden sich für die vergleichende Analyse dieser Themenfelder eignen.

In einem ersten Schritt werden Landeshochschulgesetze dahingehend analysiert, wie sich die Befugnisse und Machtverhältnisse zwischen zentralen Akteuren der Hochschulgovernance seit den 1960er Jahren verändert haben. Dazu werden die Gesetzestexte mit Fokus auf einen abgrenzbaren Teilbereich und unter Zuhilfenahme computerlinguistischer Methoden ausgewertet, um u.a. eine Grundlage für eine Skalierung des Einflusses der untersuchten Akteure zu schaffen.

Zur Ermittlung von Forschungsfragen und Datenbedarfen werden im Rahmen des Projekts mehrere Workshops durchgeführt, um die Perspektiven sowohl interner als auch externer Wissenschaftler*innen einzubeziehen. Im Ergebnis strebt das Projekt an, einen Überblick über die Forschungslandschaft und einen Fundus von aktuellen Forschungsfragen im Bereich der Hochschulgovernance sowie eine Synopse bestehender Daten- und Materialquellen sowie Datenbedarfe zu erstellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Klärung der Frage, welche Typen von Forschungsfragen auf der Grundlage welcher Daten und Methoden beantwortet werden könnten. Geprüft wird zudem auf der Basis vorhandener Informationsbestände, wie die Konzeption einer Datenbank aussehen könnte, mit der qualitative, derzeit nur verstreut in Textform vorliegende Daten und Dokumente systematisch erfasst und für Längsschnitts- und Querschnittsvergleiche zur Verfügung gestellt werden könnten.

Projektleitung

Eva Maria Vögtle
Dr. Eva Maria Vögtle Projektleitung 0511 450670-359

Projektmitarbeit

Dr. Axel Oberschelp Thorben Sembritzki

Pressekontakt

Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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