245 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft im Jahr 2011

28.6.2013

245 Milliarden Euro wurden im Jahr 2011 in Deutschland für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Verglichen mit 2010 handelte es sich um ein Plus von 4,5 Prozent und entsprach 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Die Hauptlast trugen dabei die Bundesländer, aber auch private Bildungsausgaben etwa für Schulbücher landeten in der Gesamtrechnung der Wiesbadener Bundesstatistiker. Die Steigerung zum Vorjahr beruht auf dem Zukunftsinvestitionsgesetz, dem Kinderbetreuungsausbau, dem Hochschulpakt, der Exzellenzinitiative und anderen Sonderprogrammen.

  • 137 Milliarden Euro flossen in die Erstausbildung in Kindergärten, Schulen, Hochschulen und in die duale Ausbildung.
  • 62,1 Milliarden Euro kamen Forschung und Entwicklung zugute.
  • 20,9 Milliarden Euro entfielen auf Weiterbildung, Jugendarbeit, Krippen und Horte – dieser Betrag wird von der OECD, der UNESCO und von Eurostat nicht in den internationalen Vergleich der Bildungsausgaben einbezogen.
  • 20,1 Milliarden Euro für Bildungsförderung und „die Käufe der privaten Haushalte von Bildungsgütern“, Schulbücher beispielsweise, wurden mit eingerechnet.
  • Fünf Milliarden Euro betrugen die Ausgaben für Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur.

Angaben über die Finanzierungsstruktur liegen für das Jahr 2010 vor. Von den insgesamt 235 Milliarden Euro, die damals für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben wurden, finanzierten die öffentlichen Haushalte rund 65 Prozent (Bund: 13 Prozent, Länder: 40 Prozent, Kommunen: elf Prozent). Rund 34 Prozent wurden vom privaten Bereich und rund ein Prozent vom Ausland übernommen. Bezogen auf die Ausgaben für den Bereich Bildung lag der Beitrag der öffentlichen Haushalte bei 80 Prozent (Bund: 13 Prozent, Länder: 52 Prozent, Kommunen: 15 Prozent). Der Anteil des privaten Bereichs und des Auslands lag bei zusammen 20 Prozent. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden dagegen zu 66 Prozent durch den privaten Bereich (Unternehmen und Organisationen ohne Erwerbszweck) finanziert. (ks)

Quellen: Statistisches Bundesamt, Finanznachrichten, Spiegel

Publikation 'Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2010/2011'

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