Weniger Gasthörer an deutschen Hochschulen

28.5.2013

Im Wintersemester 2012/2013 besuchten rund 33.600 Gasthörerinnen und Gasthörer Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen. Dies teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Die Zahl der Gasthörer(innen) sank damit im Vergleich zum vorangegangenen Wintersemester um drei Prozent. Der Anteil der Gasthörer(innen) an allen immatrikulierten Studierenden betrug rund ein Prozent. Jede(r) zweite Gasthörer(in) gehörte der „Generation 60 plus“ an. Besonders beliebt waren bei den Gaststudierenden die Fächer Geschichte, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften.

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging die Zahl der Gasthörer(innen) in den letzten zehn Jahren um 18 % zurück. Besonders deutlich sank die Zahl der Gaststudierenden, die jünger als 60 Jahre waren (-30 %). Die Zahl der Gasthörer(innen), die 60 Jahre und älter waren, nahm hingegen im gleichen Zeitraum nur um zwei Prozent ab.

Im Wintersemester 2012/2013 war etwa jede(r) zweite Gasthörer(in) der „Generation 60 plus“ zuzuordnen (51 %). Vor zehn Jahren gehörten 43 % aller Gaststudierenden dieser Altersgruppe an. Das Durchschnittsalter der Gasthörer(innen) lag im Wintersemester 2012/2013 bei 53 Jahren.

Der Anteil der Gasthörer(innen) an allen immatrikulierten Studierenden lag im Wintersemester 2012/2013 bei gut einem Prozent. Etwa die Hälfte der Gaststudierenden (49 %) waren Frauen. 7 % besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Das beliebteste Studienfach unter den Gasthörer(inne)n des Wintersemesters 2012/2013 war Geschichte. Rund 15 % entschieden sich für den Besuch von Lehrveranstaltungen dieses Faches. Es folgen Philosophie und Wirtschaftswissenschaften, für die sich jeweils rund neun Prozent der Gaststudierenden begeistern konnten. (tm)

Quelle: Destatis

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