Olbertz ist „Präsident des Jahres“ 2013

19.2.2013

Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, erhält die Auszeichnung „Rektor/Präsident des Jahres“, die der Deutsche Hochschulverband (DHV) zum fünften Mal vergibt. In seiner damaligen Eigenschaft als Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt hatte er bereits im Jahr 2010 die vom DHV verliehene Auszeichnung „Wissenschaftsminister des Jahres“ zuerkannt bekommen.

Mit dem Preis „Rektor/Präsident des Jahres“ würdigt die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine vorbildliche Amtsführung. Der Preisträger wurde in einer Online-Umfrage unter den 27.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs wurden die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektor(inn)en und Präsident(inn)en der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands umfassend beurteilt. An der Abstimmung nahmen 2.756 Wissenschaftler(innen) teil.

Mit der Prädikatsnote 1,76 erzielte Professor Olbertz die Bestbewertung. Er wird als ein persönlich sehr angenehmer, fachlich kompetenter und umsichtiger Präsident gesehen. Denkbar knapp dahinter folgt der Sieger des Jahres 2011, der Rektor der Universität Wuppertal, Professor Dr. Lambert Koch, mit einer Bewertung von 1,80. Drittplatzierter wurde der Präsident der TU München und Vorjahressieger, Professor Dr. Wolfgang Herrmann, mit einer Note von 1,88. Über alle Teilnehmer(innen) gemittelt erhielten die deutschen Rektor(inn)en und Präsident(inn)en von den Wissenschaftler(inne)n die Durchschnittsnote 2,75. Im Vergleich zu den bisherigen Abstimmungen hat sich die Gesamtbewertung aller berücksichtigten Rektor(inn)en und Präsident(inn)en damit weiter geringfügig verschlechtert: 2,62 im Jahr 2012, 2,55 (2011), 2,74 (2010), und 3,22 (2009). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hielten den Rektor(inn)en und Präsident(inn)en gelegentlich einen Hang zum Ausbau von Hierarchien, einen Drang zur Verfolgung von Partikularinteressen, mangelndes Charisma sowie fehlende Kommunikationsbereitschaft oder gar Kommunikationskompetenz vor.

Mit Theresia Bauer hat erstmals eine Politikerin der Grünen den Titel „Wissenschaftsministerin des Jahres“ errungen, den der DHV zeitgleich ausgelobt hatte. Die hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen der Vorjahresvierten wurden im diesjährigen DHV-Ministerranking mit der Note „Befriedigend Plus“ (2,84/Vorjahr: 3,27) am besten bewertet. Die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst verwies die Siegerin der Jahre 2011 und 2012, die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt, Birgitta Wolff (CDU) (Note: 2,87/Vorjahr: 2,77), und die Vorjahreszweite Johanna Wanka (CDU) aus Niedersachsen (Note: 3,16/Vorjahr: 3,11), die inzwischen zur Bundesministerin für Bildung und Forschung berufen worden ist, auf die Plätze zwei und drei.

In die Bewertung kamen nur Hochschulen mit Präsident(inn)en und Rektor(inn)en sowie Politiker(innen), die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren und für die mindestens 30 Bewertungen abgegeben wurden. Andernfalls stand der bzw. die Amsvorgänger(in) zur Abstimmung. Die wissenschaftliche Leitung und Durchführung des Rankings, das 42 Hochschulen erfasst, lag in den Händen des Zentrums für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“.

Der Preis „Rektor des Jahres“ – wie auch die Ehrung „Wissenschaftsministerin des Jahres“ – wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft verliehen, die am 18. März 2013 am Abend des 63. DHV-Tags in Leipzig stattfinden wird. Mit dem von der Microsoft GmbH gestifteten Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro soll der Preisträger ein hochschulbezogenes Projekt finanzieren.

Quelle: DHV

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