Die EUROGRADUATE-Befragung ist eine zentrale europäische Initiative, die vergleichbare Daten zu den Bildungs- und Berufsverläufen von Absolvent*innen, zu ihrer Kompetenzentwicklung sowie zu ihren Studienerfahrungen in verschiedenen Ländern bereitstellt.
Während EUROGRADUATE bereits ein umfassendes Bild der Bildungs- und Berufsverläufen zeichnet, stellen die zunehmend komplexen Anforderungen des Arbeitsmarktes höhere Ansprüche an eine verbesserte und breitere Erfassung von Kompetenzen.
Vor diesem Hintergrund entwickelt und erprobt das Projekt ACME im Rahmen von EUROGRADUATE 2026 ein verbessertes Instrument zur Erfassung von Kompetenzen, das insbesondere für den internationale Vergleich geeignet sein soll. Neben allgemeinen Kompetenzen stehen digitale und grüne Kompetenzen im Fokus, da sie für den heutigen Arbeitsmarkt von hoher Bedeutung sind.
Das Projekt folgt einem schrittweisen Ansatz, der die Aufarbeitung des Forschungsstands, die Einbindung von Feedback aus Praxis und Wissenschaft sowie die Erprobung des Instruments zur Sicherung von Verständlichkeit und Validität umfasst. Das Instrument kommt im Rahmen von EUROGRADUATE 2026 in mehreren Ländern zum Einsatz und bezieht Absolvent*innen unterschiedlicher Fachrichtungen und Karrierephasen ein (ein Jahr und fünf Jahre nach dem Abschluss).
Durch die verbesserte Messung von Kompetenzen stellt das Projekt präzisere und vergleichbare Daten bereit und unterstützt Hochschulen, Politik und Wissenschaft bei der Weiterentwicklung von Studienangeboten, der Ausgestaltung bildungspolitischer Maßnahmen sowie der Analyse von Bildungsverläufen und Arbeitsmarkttrends. Gleichzeitig bleibt die Kompetenzmessung mittels eines kurzen, für standardisierte Befragungen geeigneten Instruments immer eine Herausforderung und mit gewissen Schwächen behaftet.
Das Projekt wird vom Centre for Research in Higher Education Policies (CIPES) in Portugal geleitet und gemeinsam mit dem Centre for Higher Education Studies (CHES) in Tschechien, dem Centre d’Études et de Recherches sur les Qualifications (Céreq) in Frankreich sowie dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) umgesetzt.
