Akademische Redefreiheit (AkaReF)

Wissenschaftsfreiheit an deutschen Hochschulen – eine Bestandsaufnahme

Projektbeginn: 15.12.2023 - Projektende: 31.08.2024

Unter Stichworten wie "Bedrohung der (akademischen) Redefreiheit", "Cancel Culture" bzw. "neue Sensibilität" gegenüber anderen Positionen wird in den letzten Jahren verstärkt darüber diskutiert, wie es um den Umgang miteinander in der Wissenschaft steht, ob sich der Diskurs an Hochschulen geändert hat, offene Debatten seltener geführt werden und dadurch letztlich die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr geraten ist. Weiter gefasst geht es um die Frage, ob und ggf. in welcher Weise und Stärke in universitären Kontexten eine (ideologische und moralische) Konformität existiert, die die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Andersdenkenden bzw. die Artikulation eigener, von der Konformitätsnorm abweichende wissenschaftliche Meinungen einschränkt.

Hier möchte das Projekt anknüpfen und zu einer umfassenderen Definition, Konstruktion und Testung der verschiedenen Dimensionen, Aspekte und Ereignisse der (möglichen Einschränkung) von Wissenschaftsfreiheit beitragen. In Erweiterung der bisherigen Perspektive stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen im Zentrum des Interesses.

Um ein repräsentatives Abbild des (hochschulischen) Wissenschaftsfelds zu realisieren, ist eine quantitative empirische Online‐Befragung geplant. Die Befragung basiert auf einem zufällig gezogenen und recherchierten Stichprobensample des hauptberuflich an promotionsberechtigten Hochschulen tätigen wissenschaftlichen Personals (Professuren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit und ohne Promotion). Diese werden mit einem Survey‐Instrument zur Erfassung verschiedener Aspekte von Wissenschaftsfreiheit und deren möglicher Beschränkung befragt. Zur Kontextualisierung werden berufsbiographische, demographische und individuelle Merkmale der Befragten erhoben, die sich bereits in bundesweiten Surveys bewährt haben ‐ und eine Basis für die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen dieser Studien bieten.

Ansprechperson

Gregor Fabian
Gregor Fabian 0511 450670-133

Gefördert von

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius