EFI-Studien zum deutschen Innovationssystem

Ergebnisse von öffentlicher und privater Forschung

Projektbeginn: 01.04.2018 - Projektende: 31.03.2019

Im Rahmen der Studien zum deutschen Innovationssystem werden jährlich Berichte zu verschiedenen Themen der Forschung, Innovation und technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands erstellt, die als empirische Basis entscheidende Strukturdaten erfassen und aufbereiten und als Grundlage für Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) dienen.

Schwerpunkt einer dieser Studien ist die Analyse und Beschreibung der privaten und öffentlichen Forschung und Innovation im internationalen Leistungsvergleich mittels bibliometrischer Indikatoren. Der Bericht soll Auskunft geben über Deutschlands Forschungsleistung in der Binnenperspektive und im Vergleich mit ausgewählten Ländern. Insbesondere sollen Publikationsleistung und deren Wirkung, sowie Ausmaß, Fokus und Wirkung internationaler Kooperationen im Zeitverlauf unter Einsatz robuster und fundierter Methoden der Bibliometrie dargestellt werden. Teil dieser Studie ist auch ein differenziertes Aufzeigen von Stärken und Schwächen des deutschen Forschungs- und Innovationssystems, wiederum im Kontext der Ergebnisse anderer Länder.

Darüber hinaus soll die aktuelle Studie 2019 einen Vergleich der üblicherweise für bibliometrische Analysen genutzten Datenbanken Web of Science und Scopus leisten. Hintergrund ist, dass bibliometrische Indikatoren von der zugrunde liegenden Datenbasis abhängig sind. Zum einen definiert die Abdeckung einer Datenbank grundsätzlich, welche Publikationen in die Analysen und damit die Bewertung eingehen und zum anderen erfolgt eine bibliometrische Bewertung dieser Publikationen anhand der gesamten Datenbank und damit ist wiederum eine Abhängigkeit von deren Abdeckung gegeben. Da sich aber der Umfang der beiden Datenbanken bekanntermaßen unterscheidet, wird im vorliegenden Projekt mittels einer qualitativen Erörterung und einem quantitativen Vergleich geprüft, inwieweit die bibliometrische Charakterisierung von Untersuchungsobjekten absolut, wie relativ durch die Eigenschaften der jeweiligen Datenbasis beeinflusst wird und wie relevant diese Unterschiede ggf. sind. Es wird untersucht, ob die beiden Anbieter ein im Sinne einer Stichprobe leicht variierendes, aber in den Grundcharakteristika homogenes Produkt anbieten und die Datenbanken daher (fast) perfekte Substitute darstellen oder ob die Datenbanken strukturell unterschiedliche Perspektiven aufzeigen, deren Differenz mittels eines Vergleichs erörtert werden kann. Der Vergleich der Datenbanken zielt daher nicht auf die bereits mehrfach erfolgte Beschreibung der variierenden Abdeckung, sondern auf die sich daraus ergebenen Konsequenzen für die Bewertung von Publikationen.

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Projektleitung

Stephan Stahlschmidt
Dr. Stephan Stahlschmidt Projektleitung 030 2064177-18

Projektmitarbeit

Dr. Dimity Stephen

Pressekontakt

Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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Auftraggeber

Expertenkommission Forschung und Innovation