Evaluierende Einordnung der sächsischen Hochschulsteuerung im Ländervergleich

Projektbeginn: 15.10.2017 - Projektende: 31.03.2018

Zielvereinbarungen sind ein Kernelement der Hochschulsteuerung in Sachsen. Zu den Steuerungsmechanismen im Allgemeinen und den Zielvereinbarungen im Besonderen sieht der Koalitionsvertrag 2014 bis 2018 „SACHSENS ZUKUNFT GESTALTEN“ zwischen der CDU Sachsen und der SPD Sachsen eine Evaluation vor. Für diese Evaluation plant das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ein zweigeteiltes Vorgehen: Zum einen soll unter Beteiligung externer Expertise eine Einordnung der sächsischen Hochschulsteuerung in einen bundesweiten Vergleich der verschiedenen Ländermodelle erfolgen, zum anderen will das SMWK in Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes Fragen zu Effekten der Hochschulsteuerung und zu Bewertungen aus Hochschulsicht angehen.

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) wird seine Expertise in die Einordnung der sächsischen Hochschulsteuerung im bundesweiten Vergleich einbringen. Leitfragen hierzu sind:

  • Wie ist das Modell der sächsischen Hochschulsteuerung um die Zielvereinbarungsprozesse im Detail ausgestaltet? Wie werden Ziele definiert? Welche Steuerungsanreize werden gesetzt? Wie erfolgt eine Überprüfung der Zielerreichungsgrade? Wie wird die Sanktionierung von Zielverfehlungen gestaltet?
  • Wie sind die verschiedenen Instrumente der Hochschulsteuerung in Sachsen miteinander verzahnt? Welche konkreten Bezüge bestehen zwischen der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung, den Vereinbarungen mit den Hochschulen und der Hochschulfinanzierung?
  • Wie hat sich das sächsische Modell im Zeitverlauf entwickelt? Welche konkreten Modifizierungen wurden zwischen der Zielvereinbarungsperiode 2014-2016 und derjenigen der Jahre 2017-2020 vorgenommen? Welche Erfahrungen wurden bei der ersten Zielvereinbarungsperiode mit der Ausgestaltung und Umsetzung der Zielvereinbarung, der Bemessung der Zielerreichungsgrade und der Durchsetzung finanzieller Konsequenzen gemacht? Inwiefern beeinflussen diese Erfahrungen das Vorgehen in der laufenden Zielvereinbarungsperiode?
  • Wie sind die Hochschulsteuerungsmodelle der anderen Bundesländer zu charakterisieren? Welchen Stellenwert haben Zielvereinbarungen dort? Wie sind sie und die damit verbundenen Steuerungsmechanismen ausgestaltet (z.B. Themenfelder, Herstellung von Verbindlichkeit, Finanzwirksamkeit)? Welche anderen Steuerungsinstrumente sind von Relevanz und wie sind sie miteinander verzahnt? Inwiefern können ggf. Ländergruppen mit bestimmten Typen von Steuerungsmodellen gebildet werden?
  • Wie ist das sächsische Steuerungssystem im deutschlandweiten Vergleich einzuordnen?

Methodisch werden eine vergleichende Dokumentenanalyse und Expert(inn)eninterviews miteinander verbunden. Die Ergebnisse der vergleichenden Analysen werden in geeigneter Form (z.B. Übersichtstabellen, Grafiken) dargestellt und textlich aufbereitet. Wo möglich, werden Typen, Kategorien oder Skalen gebildet, um die Einordnung Sachsens in das Gesamtbild zu verdeutlichen. Das Projekt endet mit der Übergabe eines entsprechenden Gutachtens an das SMWK.

Pressekontakt

Daniel Matthes
Daniel Matthes 0511 450670-532
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Auftraggeber

Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst