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Meldungsarchiv – Pressemitteilung

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Aktueller DIW Wochenbericht mit Daten des DZHW erstellt:

Jura-Prädikat hat eine stark positive Signalwirkung auf das Einkommen

11.7.2016

Höhere Bildung wird gemeinhin mit einem höheren Einkommen assoziiert. Während sich dieser Effekt für zusätzliche Schul- und Ausbildungsjahre leicht nachweisen lässt, ist die Frage, ob auch bessere Studienleistungen mit einem höheren Verdienst verbunden sind, nicht so einfach zu beantworten.

Dieser Wochenbericht untersucht den Effekt des Prädikats im ersten Staatsexamen, das Studierende der Rechtswissenschaften erlangen können, auf das Einkommen. Die Analyse zeigt einen deutlichen, statistisch nachweisbaren positiven Effekt schon relativ früh in der Erwerbsbiografie der Juristinnen und Juristen. Interessanterweise bleibt der Effekt auch dann bedeutsam, wenn in die statistische Analyse Kontrollvariablen wie die Abiturnote und die elterlichen Berufe einfließen. Sechs Jahre nach dem ersten Staatsexamen beträgt der Einkommenszuwachs allein durch das Prädikat 13 bis 14 Prozent. Hier zeigt sich die besondere Signalwirkung des Prädikatsexamens. Dies wird insbesondere dadurch deutlich, dass sich bei anderen Berufsgruppen für gute Studienleistungen keine besonderen Einkommenseffekte nachweisen lassen. Grundsätzlich ist ein Zusammenhang zwischen einem Prädikat und einem höheren Einkommen zu erwarten. Überraschend ist aber die Größenordnung des Effekts.

Für unsere Studie wurden Daten des Absolventenpanels des DZHW benutzt. Die Panelteilnehmer wurden ein Jahr nach ihrem Abschluss bezüglich Charakteristika wie Geschlecht, Alter, Abiturnote, Hintergrund der Eltern, fachliche Vertiefung etc. befragt. Die Umfragen stammen aus den Jahren 1994, 1998, 2002 und 2006 und beinhalten vollständige Daten für 828 JuraabsolventInnen. Fünf bis sechs Jahre nach dem ersten Staatsexamen wurden in einer zweiten Welle auch die Informationen über die monatlichen Bruttoeinkommen erfasst. Die Daten über Medizin- und PharmazieabsolventInnen, die in den ökonometrischen Verfahren als Kontrollgruppe verwendet werden, stammen ebenfalls aus diesem Datensatz.

DIW Wochenbericht Nr. 26.2016

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