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National Academics Panel Study (NACAPS)

Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses besitzt eine essentielle Bedeutung für die Leistungs-, Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland. Jedoch können zahlreiche aktuelle wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Fragen zur Qualifizierung, Rekrutierung sowie den beruflichen Werdegängen des wissenschaftlichen Nachwuchses auf der Basis vorliegender Panel- und Querschnittsstudien - und auch mit dem Vorliegen einer Promovierendenstatistik - bisher nur unzureichend beantwortet werden.

Um diese Fragen zukünftig auf der Basis einer einheitlichen und belastbaren Datenquelle zu beantworten und sie in Bezug zu übergreifenden nationalen und internationalen Entwicklungen des Hochschul- und Wissenschaftssystems analysieren zu können, entwickelt und implementiert das DZHW eine Längsschnittstudie zum wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.

Diese Studie zum wissenschaftlichen Nachwuchs soll:

  • eine solide Datengrundlage für eine verbesserte nationale und internationale Berichterstattung und Politikberatung zum wissenschaftlichen Nachwuchs bereitstellen. Dies setzt unter anderem voraus, dass für ausgewählte Indikatoren bzw. Kennziffern repräsentative und international vergleichbare Daten erhoben werden.
  • eine Datengrundlage für die Scientific Community und die DZWH-interne Forschung zur Beantwortung von aktuellen Forschungsfragen schaffen. Neben der wissenschaftlichen Qualität der Instrumente und Skalen, der Anbindung an verschiedene theoretische Modelle und der Anschlussfähigkeit an andere Wissenschaftsbereiche ist vor allem auch die Dokumentation, die Bereitstellung von Längsschnittdaten, die zeitnahe Zugänglichkeit der Daten als Scientific Use Files (SUF) sowie die Institutionalisierung von Partizipationsmöglichkeiten der Scientific Community (z. B. in Form von BUS-Elementen) von großer Bedeutung.
  • den Hochschulen als zentralen Kooperationspartnern beim Feldzugang ein Monitoring mit adäquaten Referenzwerten (z. B. für Hochschultypen oder Fachbereiche) bieten, das eine wesentliche Grundlage für ihre Selbststeuerungsfähigkeit, Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsmaßnahmen bilden kann.

Im Projektzeitraum von 2017 bis 2019 soll ein Multi-Kohorten-Design für die Forschung und Berichterstattung zum wissenschaftlichen Nachwuchs vom Studienabschluss über die Promotion und Postdoc-Phase bis zur Berufseinmündung bzw. der weiteren wissenschaftlichen Laufbahn entwickelt und implementiert werden. Dabei knüpft das Projekt an vorhandene Längsschnitterhebungen zum wissenschaftlichen Nachwuchs am DZHW an, zielt aber darauf ab, diese Erhebungsreihen konzeptuell neu auszurichten, inhaltlich und methodisch in das Gesamtkonzept eines Academic Life Cycle zu integrieren und die Anschlussfähigkeit an die Absolventenstudien (siehe auch Student Life Cycle) sicherzustellen. Neben Längsschnittdaten zu Qualifizierungsprozessen und Karriereverläufen sollen im Panel gleichzeitig Vergleichsgruppen von nicht promovierten Hochschulabsolvent(inn)en, Promotionsabbrecher(inne)n und Promovierten inner- und außerhalb der Wissenschaft betrachtet werden.

Die erhobenen Daten sollen (1) in Form wissenschaftlicher Publikationen ausgewertet, (2) institutsexternen Forscher(inne)n als Scientific Use File über das Forschungsdatenzentrum des DZHW zugänglich gemacht und (3) in aggregierter Form den beteiligten Hochschulen und Kooperationspartnern über ein Datenportal zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt ist als längerfristiges Vorhaben angelegt, die Arbeitsschwerpunkte im Zeitraum 2017 bis 2019 liegen auf

  • der Fortentwicklung und Feinabstimmung des Erhebungsdesigns zum wissenschaftlichen Nachwuchs,
  • der Erarbeitung theoretisch fundierter und an bisherige Studien bzw. untersuchte Kohorten anschlussfähiger Befragungsinstrumente,
  • der Entwicklung und Umsetzung eines Stichprobenkonzeptes, das perspektivisch Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit der Promovierenden und Promovierten in Deutschland zulässt,
  • der Erhebung von Daten zu Promovierenden (ab 2018),
  • der Aufbereitung der Daten und deren Übergabe an das Forschungsdatenzentrum des DZHW zur Veröffentlichung als Scientific Use File,
  • und der Entwicklung eines Datenportals, das zunächst basierend auf den Befragungsdaten des Promovierendenpanels und später auch für die Promovierten grundlegende uni- und bivariate Ausgabe- bzw. Auswertungsmöglichkeiten bietet.

Auftraggeber:
Logo Bundeministerium für Bildung und Forschung

 

Gefördert von:
Logo Bundeministerium für Bildung und Forschung

 

Projektbeginn: 01.01.2017
Projektende: 31.12.2019

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